„Der Cyborg kann aufgrund eines technischen Fehlers leider nicht zur Schule gehen“

Mal ehrlich – Das ist doch ein wirklich origineller Entschuldigungsgrund.

Und eine ziemlich böse Story, die sich vor einer Woche abspielte. 😀

Das Schlamassel begann um halb drei nachts, indem der durchdringende Alarmton meines „Bodyguards“ – so nennen sich die Pumpen – in meine Ohren dröhnte. Erstmal alle Klemmen zu und Lage checken – Ein paar Sekunden später stürmte bereits meine sagenumwobene, aber völlig übermüdete Mutter ins Zimmer und war sichtlich mies gelaunt. Kaum hob sie den Infusionsrucksack an, tropfte es aus allen Nähten und beim Öffnen der Reißverschlüsse verteilte sich der gesamte Inhalt meiner Supertüte auf dem Boden. Ich hatte mir in dem Moment gewünscht, dass die „Supertüte“ eine „Supertüte“ im umgangssprachlichen Sinne wäre – zur Entspannung der Lage hätte das durchaus beigetragen und vor allen Dingen keine so große Sauerei gegeben. Stattdessen war nun innerhalb kürzester Zeit eine riesige, stinkende Wasserlache auf meinem Teppich, die erstmal irgendwie getrocknet werden musste.

Es stellte sich heraus, dass der Plastikdorn, der in die Infusion gesteckt wird, komplett durchgebrochen war. ich habe Glück, dass mein Pumpenmodell automatisch die Leitung blockiert, wenn sie aus oder im Alarm ist. Nachdem der Schaden zumindest schonmal oberflächlich behoben war, musste der Rucksack gewaschen werden. Nebenbei meldete sich wieder die Pumpe – allerdings war sie ausgestellt. Dachten wir zumindest. Sie fing mit einem furchtbaren Dauergepiepe an – wir konnten uns nicht erklären, wie das funktionieren sollte. Letzendlich musste meine Mutter den Akku entfernen. Die Pumpe hatte einen ordentlichen Wasserschaden.

Als das dann überstanden war, gab’s dann über die Schwerlastsysteme ein bisschen Standardbewässerung, um die Nieren bei Laune zu halten.

Ende vom Lied: Ich musste zwei Tage den Ständer mit mir rumschleppen und zuhause bleiben. Dafür habe ich jetzt eine zweite Back-Up Pumpe. 🙂

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