Mist, der Artikel war eigentlich schon zwei Monate alt, aber irgendwie von WordPress nicht gepostet und von mir vergessen worden.

Ihr kennt’s sicher auch – Tage, an denen man am besten im Bett geblieben wäre.

In meinem Fall kann man das ruhig wörtlich nehmen. Nichtsdestotrotz schleppte ich mich mit einem Körpergefühl, als hätte mich ein LKW überrollt, aus dem Bett – schließlich musste ich ja pünktlich im Krankenhaus ankommen. Dort sollte mein Eisen etwas nachgefüllt werden –  Blutarmut, bzw. Eisenmangel ist ein bekanntes Problem von Kurzis, schwächt zwar noch zusätzlich, ist eigentlich aber halb so wild.

Dort, in einem etwas besseren „Zustand nach Nutellabrot“ mit Mum im Schlepptau angekommen, bereitete Schwester E., die von dem meiner Meinung nach coolstem Pfleger des Universums immer nur „Muddi“ genannt wird, meinen rotbraunen Cocktail vor und ich positionierte mich mit meinem Rolli schonmal zum Pieksen.“Muddi“ hat’s voll drauf und traf gleich beim ersten Mal – also: Wasser marsch! Leider in zweierlei Hinsichten. Mir wurde sehr heiß und plötzlich war ich klatschnass geschwitzt. Noch im selben Moment trübte sich mein Blickfeld und mir war angenehm schwummerig im Kopf – fast so, als wäre gerade jemand dabei, mich mit Propofol abzuschießen. Ich weiß nur noch, wie ich sagte, dass ich mich hinlegen muss, versuchte aufzustehen, mich dann aber garnicht mehr selbstständig hinlegen konnte. „Muddi“ zog den Butterfly, meine Mum und zwei andere Pflegekräfte zogen dann wohl mich auf die Liege, aber ich bekam das Ganze nicht mehr mit. Irgendwie kam ich dann wieder zu mir und war ziemlich gut gelaunt, aber verwirrt, dass ich mich im Krankenhaus wiederfand und alle um mich rum ziemlich aufgeregt waren. Die kurze Bewusslosigkeit fühlte sich eher wie Schlafen an. Für mich ziemlich angenehm, ganz im Gegensatz zu den Anderen. Immerhin verflog die aufgeregte Stimmung im wahrsten Sinne des Wortes, als ich (das klingt jetzt so verdammt hinzugedichtet, da es irgendwie total typisch für mich ist – aber: es war so 😀 ) ne EC135 über’s KH, während das Fenster offen stand. Und naja – wie schon meine Mutter bemerkte: „Wenn sie grinsend über Hubschrauber redet, ist alles gut.“ Der alarmierte Arzt (der zweite Spezialist für kurzdärmige Spezialisten) kam und checkte mich kurz durch, gab sein okay und weiter ging’s – Neuer Butterfly, Infusion ran und ab da an lief alles wieder bestens.

Nun warte ich geduldig auf diese geniale, rot-goldene Rüstung und die Scheinwerfer in den Handflächen würden prima zu meinem Ladekabel passen! 🙂

7 thoughts on “Irongirl auf Umwegen

  1. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Es ist schön wieder von dir zu hören. Wissen die Ärzte denn woran es lag? War vielleicht einfach die Infusionsrate etwas zu hoch eingestellt?

  2. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Hallo Pilotin, ich gestehe, dass ich lange nicht mehr bei Dir reiggeschaut habe, umso mehr freue ich nich, dass Du auch weiterhin so gut drauf bist (Stichwort Drehflügler 😉 )
    Halt‘ Dich munter.
    Ich wünsch‘ Dir noch eine schöne Atzventszeit.
    Liebe Grüsse
    Hajo

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