Ich hab‘ zwar schon lange nichts mehr geschrieben, aber möchte hier nochmal offiziell mitteilen, dass es demnächst auch ruhiger bleibt.

Wie alle chronischen Erkrankungen ist auch der Verlauf der CED sehr ungewiss. Mal geht’s aufwärts und man gewinnt neue Vitalität. Die aber leider schneller, als man denken kann, wieder abhanden gehen kann. Und genau so sieht es momentan bei mir aus.

In den letzten Monaten gab es viele Klinikaufenthalte, einige Subileen, eine größere OP und einen immer größeren körperlichen Abbau. Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem das kleinste Zipperlein zu viel werden kann.

Das Ganze vereinnahmt auch den Intellekt. Manchmal hänge ich IQ-technisch auf Toastbrotniveau – ich vergesse plötzlich alles und mich auf etwas zu konzentrieren, ist richtig anstrengend geworden. Laufen ist auch schwierig. Nach Anstrengung fällt es mir schwer, Treppen hochzulaufen und ansonsten sind maximal 100m „drin“. In guter Verfassung schaffte ich auch mal 300m, lag dafür aber neun Stunden flach. Um aber trotzdem mobil zu sein, wurde ein Rolli speziell für mich angepasst, der mir wieder viel Mobilität zurückgegeben hat. Ist ein ziemlich schickes Teil – viel leichtgängiger, als die Kisten aus der Klinik, in meiner Lieblingsfarbe mit Metallic-Lack und in sportlichem Design. Das sieht dann nicht ganz so krank aus! 🙂 Ich kann damit zwar auch nicht stundenlang unterwegs sein, weil die Rumpfmuskulatur schlapp wird, aber für kleine Ausflüge reicht es. Ich freue mich schon auf die Zeit, in der ich ihn nicht mehr brauchen werde, aber auch jetzt bin ich sehr froh über den kleinen Racer. Das Rausgehen und Dinge wie die Flugzeugaktion sind mir einfach Gold wert! 🙂

Ansonsten mache ich einfach das, wonach ich mich fühle. Wenn ich merke, dass ich mich gut konzentrieren kann, schnappe ich mir mein Englischübungsbuch, das ich mir extra zum Zuhauselernen gekauft habe und wenn es mir kräftetechnisch gut geht und Zeit ist, gehen wir ein wenig raus. Meine Hobbys leiden allerdings darunter, denn für die brauche ich „Geist, Fingerspitzengefühl und Kraft“,

Naja. Was kann ich nun dagegen tun? Leider nicht viel. Schonen, aufpassen, dass ich keine Infektionen bekomme, gut essen, Medikamente nehmen, Krankengymnastik und das tun, was ich will und kann.  Klingt vielleicht für andere toll, ist aber saulangweilig.

Man liest sich! 😉

23 thoughts on “Pause

  1. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Ich hatte etwas in der Art vermutet/befürchtet.

    Dir wünsche ich eine gute Besserung, einen baldigen Aufwärtstrend und eine bald wieder Rolli-freie Zeit. Und auch wenn es hier auf dem Blog erst mal ruhiger bleibt – im Reader bleibst du trotzdem. Damit ich auch ja mitbekomme, wenn du wieder aktiver wirst.

  2. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Ich schließe mich allen Wünschen an und auch bei mir bleibst du in der Liste.
    Möge dieser Funkspruch/Witz (?!) bald „deine“ Wirklichkeit sein:

    Hubschrauberlehrer zum Flugschüler: „Sehen Sie zu, dass Sie innerhalb der betonierten Fläche bleiben.“
    und nach ein paar Minuten: „Ach was, bleiben Sie wenigstens in der Bundesrepublik!“

    Natürlich bist du feinfühliger 🙂

  3. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Ich hatte Dein Blog schon mal „gefunden“, dann wieder verloren. Schön, dass Du unser Blog besucht hast…. ich schick Dir liebe Grüsse und hoffe dass es Dir bald wieder besser geht.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

  4. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Liebe OPT, ich wünsch dir von Herzen alle Gute und wünsche dir, dass du wieder auf die Beine kommst und dass dir das sonnige Frühlingswetter nicht schadet, sondern dir ein bisschen hilft!

  5. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Mensch Pilotin, (ich weiss, man kann leicht schreiben, wenn man nicht in dieser Situation ist, aber: ) halt trotzdem die Ohren steif, der nächste Copter kommt bestimmt.
    Alles Liebe
    Hajo

Kommentar verfassen