Das dürft ihr gerne wörtlich nehmen. Denn: Ich bin geflogen. Mal nicht mit dem OP-Tisch, sondern….

In einem waschechten Hubschrauber! 😀

Es war eine AS-350B.

Das ist ein „niedlicher“, kleiner Heli, der von manchen Unternehmen auch als Rettungshubschrauber eingesetzt wird. Beispielsweise bei der Air-Zermatt oder als „AHS Neubrandenburg“ von fsj.

Dieser Maschinentyp hat den Beinamen „Ecureuil„, was im Französischen „Eichhörnchen“ bedeutet.            Keine Ahnung, wie er zu seinem Namen kam. Ich vermute, dass er ihn wegen seiner geringen Größe, seiner Schnelligkeit und seiner Wendigkeit bekommen hat. Man kann in der Maschine nämlich bis zu 7000m hoch und ca. 272 km/h schnell fliegen. Mit so einer Maschine wurde übrigens der neuste Helikopterflughöhenrekord mit einer Flughöhe von 12.954 m erreicht.

 

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Den Flug habe ich gewonnen. Ebenso die ILA-Tickets.

War ’ne ordentlich lange Fahrt bis zum Schönefelder Flughafen. Die ganze Fahrerei hat sich aber gelohnt und machte sogar viel Spaß, obwohl sie so schrecklich lang war.

Da war ich dann also. Ich stand mit meiner Mutter und einer lieben, ebenfalls helibegeisterten  Freundin  vor dem Landeplatz, auf dem das rote    „Eichhörnchen“ stand. Ich nenne es aber lieber „Herzensmaschine“, weil es rot ist und seine Kennung COR lautet. (Cor = Herz) Neben ihr stand eine ebenfalls sehr gutaussehende EC 145. Es war die D-HAKA von einem Münchener Traveling- Unternehmen.

Weil wir noch auf den Abflug warten mussten, liefen meine Freundin und ich zu der tollen Red-Bull BO105 (D-HTDM), die für die Flugshow vorbereitet wurde.

Ganz fasziniert war ich auch von dem NH-90, der direkt neben bem Heliport stand.

Wir alberten noch ein bisschen rum, bis wir gerufen wurden. Meine Freundin durfte sogar auch mitfliegen, weil noch ein Platz frei war!  Es war so lustig, wie sie sich darüber gefreut hat! 😀 Sie „musste“ sofort nach dem Flug ganz euphorisch ihre Familie anrufen und hatte ein riesen Strahlen im Gesicht.

Wir setzten uns in den Heli und der Pilot startete die Triebwerke. Ein tolles Geräusch! Es war absolut genial, in dem Heli zu sitzen und zu sehen, wie der Rotor über mir immer mehr Geschwindigkeit beim Drehen annimmt. Ich habe ich die ganze Zeit total fasziniert den Rotor von unten beobachtet.

Das Take-off war herrlich wackelig.  Es war total cool, vom Boden abzuheben.

In der Luft spürte ich ganz deutlich die Instabilität des Hubschraubers.  Das lässt sich garnicht so gut beschreiben.  Ist aber irgendwie auch genial, denn es fühlt sich nicht nur instabil, sondern auch sehr wendig an. Als würde man mit der Maschine alle  möglichen Flugmanöver ausführen können.

Das Gefühl in der Luft zu schweben, ist echt unglaublich.  „Da unten“ sieht alles total klein aus, wenn man aus einer Höhe von ca. 300 m runterschaut. Mit manchen Wolken ist man fast „auf Augenhöhe“.

 

Es vibriert beim Fliegen sehr angenehm unter’m Popo und laut ist es in der Maschine auch nicht. Es war maximal so laut wie in einem MRT. Wenn überhaupt. Ich empfinde ja nichtmal ein MRT als laut. Der Gehörschutz war auf jeden Fall (für mich, jedenfalls) absolut überflüssig. Mich störten die Dinger auf den Ohren sehr. Ich hatte ihn nur auf, weil ich dachte, dass der Pilot uns darüber Hinweise zu Kurven, etc. geben würde.

Achja! Die Kurven! Für mich waren sie das Highlight. Die Erste kam völlig überraschend und wir haben uns alle etwas erschreckt. Im positiven Sinne – Wir hatten alle einen leichten Schock, weil wir fast waagrecht in der Luft lagen, andererseits war es einfach nur  geil. Ich hatte das Gefühl, auf dem Kopf zu stehen, äh, zu fliegen. 😀 Ich saß rechts am Rand und der Heli drehte sich nach links. Es war so ein angenehmes Kribbeln im Bauch, das dabei entstand. Es war das erste Mal, dass ein „Bauchgefühl“ angenehm war. Ich musste mich erstmal zurechtfinden, um zu erkennen, WIE wir denn jetzt überhaupt in der Luft lagen. Die zweite Kurve, die in meine Richtung ging, war noch viel besser, als die Erste. Als ich aus dem Fenster neben mir sah, bekam ich den Eindruck, da rausfallen zu können. War ’ne originelle Vision.  Fühlte sich aber einfach nur „saugut“ an.

Für meinen Geeschmack sind wir etwas zu langsam geflogen.  Es war aber toll, als wir kurz nach unten „schossen“ , also etwas schneller gesunken sind.

Die Landung war auch genial. Etwas ruckelig und auf einmal war wieder „Stabilität“ da. Fühlte sich aber auch ganz gut an. War eben nur sehr schade, dass der Flug schon vorbei war…

Ich lasse jetzt mal lieber die Bilder „sprechen“. 🙂

 

 

 

 

 

11 thoughts on “I’m so high!

  1. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Das hört sich ja super an! 😉 cool, dass du das sogar gewonnen hast, das ist ja wie „Träume werden wahr“. 😉
    Ich bin noch nie „Heli“ geflogen, aber ich mag fliegen im Flugzeug total gerne und freu mich auch immer richtig und dieses Kribbeln im Bauch ist immer super. 😉

  2. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Nun, wenn es Dir gefallen hat … Ich hatte einen Flug geschenkt bekommen – aber ich habe extreme Höhenangst gehabt damals und habe den Piloten (okay, wir kannten uns) schon beim Abhebeversuch gewürgt, weil ich sofort aussteigen mußte.

  3. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Uaahahaha, *grusel*, einmal bin ich mit so nem ding geflogen und habe erstmal den notfallplan gecheckt… herzlichen glückwunsch zu deinem gewinn! liebe grüße, mara

  4. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Hört sich wirklich gut an. In so einem Eichhörnchen bin ich auch schon mal auf der Rettmobil geflogen. Da hat der Pilot auch immer seinen Spaß gehabt, wenn er die Kiste auf die Seite legte und die Mädels schrien 🙂

    Ich hätt ja auch nichts gegen einen Rundflug in der EC 145 (wobei das ja ähnlich sein dürfte wie die EC 135) oder dem NH-90 🙂

    1. Unknown Unknown Unknown Unknown

      am liebsten wäre ich auch mit der ec 145 geflogen. ist mein „zweitlieblingsheli“ 😀 stimmt, alle haben bei der ersten geschrieen. eine (nein, ich nicht 😀 )
      sogar noch bei der zweiten… 😀

    2. Unknown Unknown Unknown Unknown

      zur rettmobil müsste ich auch mal 😀 bin ein großer fan von sprintern (die neuen)mit tigisaufbau 😀

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