Ich lag absolut gedankenversunken auf dem – wie es eine Lieblingsschwester so schön nennt – „Sexbett“ alias Ambulanzliege und wartete darauf, in mein Fluggerät einsteigen zu dürfen. Nach einer Weile sprach jemand – es war der Rohrverleger. Er stand in der Tür und wollte wissen, mit welchem Opioid ich das letzte Mal eingeleitet wurde. „Gab’s das letzte Mal Rapi oder Sufenta?“ Ich fühlte mich garnicht angesprochen, ich dachte, irgendjemand anderes hinter mir wäre gemeint. (die Gasleute zocken gern‘ mal ’ne Runde am „Julian“, unseren Respirator) Die Stimme wurde etwas lauter: „Also deine PräMed scheint ja gut zu wirken, oder?“ Ich dann so: „ICH war eben gemeint???“ – „Ja. Und? Was gab’s?“

Schon witzig, dass ich neuerdings gefragt werde, welche Medis verwendet werden!

11 thoughts on “Wenn dich der Rohrverleger fragt…

  1. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Naja, vielleicht warst du grad als einzige greifbar? Oder er vertraut allen anderen nicht? Oder er mag sich die Akte nicht holen weil im Aktenlagerzimmer grad Schwester Brunhilda mit Oberarzt Dr. Flinkfinger wild am kopulieren ist (wie grad letztens erst gelesen)….? Da könnte man schon wieder wildeste Verschwörungstheorien draus zusammenbrutzeln 😉

      1. Unknown Unknown Unknown Unknown

        Naja, wie sagte man einst bei einer vergleichbaren Situation: jeder spielt sein eigenes Programm im Kopfkino 😉

    1. Unknown Unknown Unknown Unknown

      oh hilfe, in meinem kopf wurschtelt sich grad eine mischung aus der heldin und der op-tisch-pilotin-story zusammen…*prust*

      die situation kenn ich aber, liebe pilotin. irgendwie strange, aber auch cool. vielleicht weil man ernst genommen wird, keine nummer oder diagnose ist:

      Gasmann quer durch den op-bereich: heeee, kann mir wer sagen, womit das *passende diagnose* hier ’s letzte mal eingeleitet wurde?

  2. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Komisch, ich könnte gar nicht sagen, mit welchem Zeug die mich lahmlegen, ich bin mir nur sicher, dass sie immer das Gleiche nehmen. Das macht nämlich beim Abtauchen so einen komischen Geruch, bevor alles schwummerig wird und das Bewusstsein abschaltet. Hab ich vor zwei Jahren entdeckt, als ich mir extra gewünscht hab, dass sie mir das Zeug langsam in die Vene spülen, und ich eben erst den Geruch bemerkt hab, bevor die restlichen Wirkungen losgingen. Und der Wunsch kam daher, dass bei der OP davor mir der Anästhesist das Zeug so schnell reingejagt hat, dass ich das blöde Gefühl hatte, dass ich runterfall. An so ner OP-Liege kann man sich nur echt blöd festhalten.

    Ich müsste bei der Frage also zurückfragen, ob der Medicus aus der Beschreibung rauskriegt, was das war. Aber narkose hat mich noch nie so sehr interessiert wie die eigentliche OP und deren Wirkungen.

      1. Unknown Unknown Unknown Unknown

        Dann kann ich bei der nächsten OP ja mal an Herrn Jackson denken, wenn ich in dem Moment nicht gerade etwas besseres zu tun habe.

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