Am Wochenende wurde ich nach einer Wundversorgung im Partykeller wieder entlassen. Kleiner Haken: Ich hatte mal wieder meine „geliebte Füllung“ in meinem Bauch. Das Ziehen der „Füllung“ alias Bauchtuch ist immer, auch wenn es relativ locker in der Wunde liegt, extrem schmerzhaft. Deshalb bestehe ich immer auf eine leichte Dröhnung (Analgosedierung) beim Herauspopeln des Handtuchverschnitts. Die Wochenenddiensthalbgötter, die mich nicht gut kennen und meine Situation somit nicht einschätzen können, wollten mir das Teil aber einfach so nach einer ausgiebigen Wunddusche rausreissen. Das wurde schon x mal versucht und klappte nie oder es tat dabei scheissarschmotherfuckin’höllisch. weh. Als würde man einem die Gedärme rausreißen. Somit beschlossen wir, also die HG’s, meine Mum und ich, dass das Tuch sich am Wochenende von allein lösen soll. Wasnormalerweiseehnichtklappt Und ich durfte nachhause. Wie schon erwartet, ging der so superschlaue, halbgöttliche Plan nicht auf und am Montag stand ich wie’ne Oma mit Schmerzen, Fieber und den damit verbundenen Kreislaufproblemen wieder „auf der Matte“. Mein Arzt meinte, das Ding muss noch an dem Tag raus. Er leitete zusammen mit meinem „Stamm-Stationshalbgott“, der auch total klasse ist, alles in die Wege. Natürlich musste ich, da ich ja quasi ’ne „Extrawurst“ bekam, ein wenig warten. Was aber garnicht so schlecht war – das Sofa im Aufenthaltsraum eignet sich gut für ein Mittagsschläfchen!

Irgendwann wurde ich dann für den OP abgeholt. War wie immer ganz nett, die Lieblingsanästhesieschwester war da und mein Arzt lockerte wie immer mit seiner netten Art die Runde auf. Chillig halt. 😉 Als ich dann „fertig“ war und im „Bahnhofsklo“ alias Aufwachraum lag, war eine meiner liebsten Fixerinnen (AWR-Schwester) da, die mich durch ihre Herzlichkeit und ihre Bemühungen, mich zum Lachen zu bringen, recht schnell trotz der fiesen Schmerzen nach dem Aufwachen schnell zum Lachen bringen konnte. 🙂

Ich muss einfach mal ein RIESEN DANKESCHÖN (auch wenn die beiden es nicht lesen) an die beiden tollen Ärzte loswerden, die sehr auf mich und meine „Schmerzgrenzen“ achten und mich dementsprechend vorsichtig und respektvoll behandeln. Ich empfand das gestern als eine wirklich tolle, erwähnenswerte Sache, denn so eine „Sonderbehandlung“ ist nicht selbstverständlich und weil ich ganz deutlich gespürt habe, dass sie sich wirklich total bemühen, mir alles so angenehm wie möglich zu machen. Einfach spitze! 🙂

4 thoughts on “Gestern

  1. Unknown Unknown Unknown Unknown

    Irgendwie liest sich das alles ziemlich illegal. Drogen, Bahnhofsklo, Fixerinnen… (Hier einen ‚Die Jugend von heute‘-Text hindenken)

  2. Unknown Unknown Unknown Unknown

    ich kann nur immer wieder mein Erstaunen ausdrücken, mit wieviel Humor (Geduld muss hier nicht gesondert erwähnt werden, oder doch?) Du diese alles als angenehmen Prozeduren mitmachst.
    Chapeau!
    Alles Gute weiterhin
    .. und bitte weiter schreiben!
    Grüße
    Hajo

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