Seit Freitag liege ich nun im Land der fiesen Gestalten, die mich als Nadelkissen benutzen, mich aus dem Schlaf reißen und dabei tierisch erschrecken.

Eigentlich war nur die ambulante, zehntägige OP-Spülung angedacht. Dank der blöden Wundnekrose, die entfernt werden musste,  wurde ich, damit ich nicht zu starke Blutungen habe, wie ’ne Weihnachtsgans „gestopft“. Genauer genommen handelt es sich um ein großes Bauchtuch, das man ohne eine zweite Narkose am nächsten Tag nicht ziehen kann. Gesagt, getan. Nachdem ich von der Bauchtuchentfernung wieder aufwachte, wunderte ich mich, warum ich trotzdem Schmerzen habe. Der Vertretungschirurg hat mir da dann wieder eine Kompresse reingestopft! :/

So hab ich zwei Tage mit dem ollen Ding ausgeharrt. Letzendlich wurde mir das (ZENSIERT!) ohne (!) Schmerzmittel, bzw. kurz vorher versprochener Sedierung rausgezogen… -.- Angeblich wäre das Teil „nicht so weit drinnen“. Von wegen!!! Obwohl mein Arzt sonst einer der nettesten Chirurgen aller Zeiten ist, bin ich immer noch sauer, denn diese Prozedur tut SAUMÄßIG weh! Man kann es sich so vorstellen, als würde jemand einem den Allerwertesten aus dem Becken reißen. Nochmal mach ich sowas nicht mit. Im Moment kann ich durch die Geschichte meinem Arzt, der eigentlich immer sehr bemüht um mich ist, was unangenehme bis schmerzhafte Prozeduren angeht, nicht vertrauen. Leider sehen manche Ärzte die begründeten (!) Ängste ihrer Patienten zu locker.

Auch ohne die ganzen „Füllungen“ habe ich Schmerzen und über 39 c° Fieber. Inzwischen gingen einige Braunülen drauf, weshalb ich nun insgesamt in diesem Aufenthalt 7 Mal gestochen wurde. Ich fühle mich schon wie ein Schweizer-Käse! 🙂

Gestern Nacht hatte ich sehr starke Schmerzen. Meine Mama war so lieb und kam um 6 Uhr morgens zu mir, weils mir so dreckig ging. Ich hab die beste Mutti der Welt… <3

Heute wurde ich noch in der „Röhre gebraten“ . (Stichwort Weihnachtsgans 😉 ) Die Befunde erhalte ich morgen.

Die Schmerzspezialistin kam auch und hat mir eine Akuttherapie mit Morphin und lauter anderen „Drogen“ verschrieben. Es hilft jedenfalls gut.

Alle sind nett und bemüht hier. Wie in jeder Klinik gibt’s hier einen „Stationsdrachen“, glücklicherweise quält sie aber die andere Seite der Station. 🙂 Sie soll laut Erzählungen immer so sein…

Ich bin gespannt, was morgen passiert. Bis dann! 🙂

2 thoughts on “Zwischenstand

  1. Unknown Unknown Unknown Unknown

    whoa, jetzt hab ich grad spontan beim Lesen leichte Bauchkrämpfe bekommen. 🙁 ok, wenn der Chirurg es als wichtig ansieht da vorsichtshalber noch mal eine Kompresse rein zu stecken ist eine Sache, aber ohne Betäubung das Teil aus dem Bauch wieder rausziehen!? Das ist ja Folter. Vor ein paar Monaten hat mir eine Gyn eine Abszess ohne Betäubung gespalten, während ich wie am Spieß schrie vor Schmerzen. Gut, sie hatte mir vorher schon noch eine Spritze reingedrückt, die nur brannte, aber 5…6 Sekunden später schon das Skalpell gezückt und *krampf* Also ich kann absolut verstehen, dass der Arzt dir lieber nicht mehr zu nah kommen darf. Klar, er wird vermutlich argumentieren, dass so viele Schmerzmittel und Medikamente ja auch ihre Nebenwirkungen haben (arme Leber usw). Schön dass es diese Schmerzspezialistin gibt, die dir hilft mal wieder schmerzfrei zu werden, bevor du dir noch ein Schmerzgedächtnis zulegst. Bin zwar kein Spezialist, aber das ist sozusagen, wenn der Schmerz chronisch wird und dableibt, selbst wenn die Ursache schon längst behoben ist. *brrrr* bloß nicht dran denken

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